Feldstraße 37–45 und Stollbergstraße 52 und 53, Architektonisches Wohnensemble in Erfurt, Deutschland.
Feldstraße 37-45 und Stollbergstraße 52-53 bilden einen Wohnkomplex mit mehrgeschossigen Häusern, die verschiedene Bauepochen vereinen und mit ihren vier Etagen das Straßenbild prägen. Die einzelnen Gebäude zeigen unterschiedliche Stilmerkmale und Konstruktionsweisen, die über die Bauphasen zwischen 1929 und 1937 entstanden.
Die Stadt Erfurt baute diesen Wohnkomplex zwischen 1929 und 1937 als Reaktion auf den akuten Mangel an Wohnraum nach dem Ersten Weltkrieg, als private Investoren kaum noch tätig waren. Mit dem Bau verfolgte die Stadtverwaltung das Ziel, Arbeiter und ihre Familien mit modernen, bezahlbaren Häusern zu versorgen.
Die Wohnanlage entstand nach sozialen Prinzipien, um erschwinglichen Wohnraum für Arbeiter und kleine Angestellte zu schaffen. Die Architektur spiegelt diese Absicht wider: praktische Grundrisse und solide Konstruktion zeigen, dass Funktionalität vor Luxus stand.
Die Anlage ist ein reines Wohngebiet, das beste Zugänglichkeit von den Straßenabschnitten Feldstraße und Stollbergstraße aus bietet. Besucher sollten beachten, dass die inneren Bereiche zwischen den Baublöcken teilweise zu privaten Wohnbereichen gehören und nicht vollständig öffentlich zugänglich sind.
Die nördliche Sektion war ursprünglich mit kleineren Wohnungen und geteilten Badeanlagen pro Stockwerk ausgestattet, was die damaligen Standards für Arbeiterunterkünfte widerspiegelte. Diese Ausstattung zeigt, wie Wohnrealität für untere Einkommensgruppen in den 1930er Jahren aussah.
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