Kegeltor, Historisches Tor in Weimar, Deutschland.
Das Kegeltor ist ein Torhausgebaude mit neoklassizistischer Architektur, das sich an der nordostlichen Grenze der ehemaligen Weimarer Stadtmauer befindet. Die Struktur umfasst sowohl erhaltene Teile der Gründung als auch den Standort des früheren Zollhauses auf der Kegelbrücke über die Ilm.
Das Torhausgebaude wurde 1794 als Gatehouse für den herzoglichen Hofgarten erbaut und ersetzte dort ältere mittelalterliche Befestigungen. Diese älteren Anlagen hatten im Bereich der Ilm-Flussschleife eine innere und äußere Toranlage einschließlich Palisadenwehrgang.
Das Tor zeigt in seinem Aufbau die klassizistische Formensprache, die Herzog Carl August bevorzugte, und prägt bis heute das Erscheinungsbild des nordöstlichen Stadtausgangs. Besucher können an diesem Ort die architektonischen Ideale erkennen, die Weimar während seiner Zeit als Zentrum der deutschen Klassik prägten.
Das Torhausgebaude liegt in unmittelbarer Nähe zum Ilm-Park und ist leicht zu Fuß erreichbar über den Weg entlang der Flussschleife. Die Fundamente sind im Original erhalten und sichtbar, wobei die beste Aussicht von der benachbarten Brücke oder einem der Wege entlang des Parks möglich ist.
Der Name Kegeltor stammt von kegelfórmigen Holzpalisaden, die diesen Bereich einst schützten und die Ortsbezeichnungen in der Umgebung beeinflußten. Diese historische Namensherkunft zeigt sich noch heute in mehreren Straßen- und Flurnamen der näheren Umgebung.
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