Gut Rödinghausen, Herrenhaus in Menden, Deutschland.
Gut Rödinghausen ist ein klassizistisches Herrenhaus mit elf Fensterachsen, einem zweigeschossigen linken Flügel und einem dreigeschossigen rechten Flügel in Menden. Das Gebäude wird von Wassergräben des Hönne-Flusses umgeben und kombiniert traditionelle Fachwerkstrukturen mit schiefergedeckten Fassaden.
Gut Rödinghausen war Stammsitz der westfälischen Adelsfamilie von Dücker. Das langgestreckte Fachwerktraufenhaus wurde 1807 errichtet, worauf ein verwitterter Grundstein mit der Datierung 1807 im Kellersockel hinweist, vermutlich auf den Resten eines Vorgängerbaus. Über dem Eingang ist eine Wappentafel von 1698 vom Vorgängerbau angebracht. Herrenhaus, Ökonomiegebäude und Parkanlage wurden am 25. Juli 1983 in die Denkmalliste der Stadt Menden eingetragen.
2019 wurde im zweiten Obergeschoss des Herrenhauses das Industriemuseum Menden eingerichtet. Seitdem findet auf Gut Rödinghausen einmal jährlich das KunstFest PASSAGEN statt, gefördert von der Kunststiftung NRW und getragen von der Stadt Menden. Die Stadt bietet zudem Trauungen im Kaminzimmer an, das bei den Umbauten der 1990er Jahre Stuckleisten und eine Seidentapete erhielt.
Das Industriemuseum Menden wurde 2019 im zweiten Obergeschoss des Herrenhauses eingerichtet. Die Stadt Menden bietet im Kaminzimmer standesamtliche Trauungen an. Von Norden erreicht man das Gut über eine schmale Zufahrtsallee und eine segmentbogige Toreinfahrt im westlichen Teil des Ökonomiegebäudes, in deren Bogen ein Allianzwappen von 1875 sitzt.
2015 wurde das Herrenhaus in Plastikfolien verpackt und mit bis zu 75 °C heißer Luft gefüllt, um den Gescheckten Nagekäfer zu töten, einen aggressiven Holzwurm in den alten Eichenbalken. Die Balken mussten mindestens 55 °C erreichen; allein für 2015 und 2016 veranschlagte die Stadt Menden 1,5 Millionen Euro.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.016 Mitwirkenden weltweit.