Grabkapelle Rotenberg, Russisch-orthodoxes Mausoleum in Rotenberg, Deutschland.
Die Grabkapelle Rotenberg ist ein rundes Mausoleum aus hellbraunen Steinblöcken auf der Württemberg-Höhe, überdeckt von einer flachen Kuppel aus grünlichen Metallplatten, gekrönt von einer goldenen Kugel und einem Kreuz. Rechts springt ein Portikus mit sechs schlichten Säulen und einem geschnitzten Dreiecksgiebel vor, links durchbricht ein hohes, schmales Fenster mit dunklem Metallgitter die Wand. Heute ist sie ein Museum.
Der König Wilhelm I. ließ die Kapelle 1824 nach dem Tod seiner Frau Katharina Pawlowna errichten, auf dem Gelände eines früheren Schlosses. Das Gebäude wurde zur Erinnerung an die verstorbene Königin zu einem wichtigen Wahrzeichen der Stadt.
Die Kapelle war von 1825 bis 1899 ein Ort des Gebets nach russisch-orthodoxem Ritus. Noch heute findet dort jedes Jahr am Pfingstmontag ein Gottesdienst statt, der diese Tradition fortsetzt.
Die Kapelle steht auf dem Württemberg über der Haltestelle Grabkapelle der Stuttgarter Zahnradbahn; der Aufstieg aus dem Tal dauert etwa eine halbe Stunde. Der Portikus mit den sechs Säulen ist dem Hang zugewandt, der Eingang liegt hinter den grünen Doppeltüren. Geöffnet ist von April bis November, mittwochs bis sonntags und an Feiertagen, 12:00 bis 17:00 Uhr; von Dezember bis März bleibt das Bauwerk geschlossen.
Die Inschrift 'Die Liebe hört niemals auf' über dem Haupteingang bezeugt die tiefe Hingabe des Königs. Die Königin war erst 30 Jahre alt, als sie starb, und der König ließ dieses Denkmal als ewigen Beweis seiner Zuneigung errichten.
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