Dorfkirche Kuckenburg, Protestantische Kirche in Kuckenburg, Deutschland.
Die Dorfkirche Kuckenburg ist ein einschiffiger, rechteckiger Saalbau aus Bruchstein mit einem quadratischen Westturm, der ein Pyramidendach trägt. Der Turm hat Eckquaderungen, die rechteckigen Fenster sind mit Ziegelsteinen ummauert. Im Inneren überspannt eine weiß bemalte Holztonne mit floralem Zierband den Raum, und der Kanzelaltar wird von Figuren des Mose und Johannes des Täufers flankiert.
Eine erste Kirche stand im 11. Jahrhundert auf einer Anhöhe seitlich des Dorfes; da Kuckenburg abgeschieden lag, war sie eigene Pfarrkirche, bevor sie 1262 Filialkirche von Döcklitz wurde. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde der Bau erweitert und in barocken Formen quasi neu errichtet, wobei der Turm sein Pyramidendach erhielt. 1747 folgte der Kanzelaltar, 1906 erhielt das Innere eine neue Farbfassung, um 1990 wurde das Bauwerk erneut saniert.
Die Kirche gehört zum Kirchspiel Querfurt im Kirchenkreis Merseburg der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands. Das mittelalterliche Patrozinium ist nicht mehr bekannt, und das Bauwerk wird heute selten genutzt. Der achteckige Taufstein von 1558 wurde 1743 nach Kuckenburg versetzt, der Kanzelaltar 1747 errichtet.
Die Kirche liegt auf einer Anhöhe seitlich des abgelegenen Dorfes Kuckenburg und ist nur über Landstraßen erreichbar; einen Bahnhof gibt es in der Nähe nicht, die Anreise erfolgt mit dem Auto. Da sie heute selten genutzt wird, sollte man den Zugang vorab beim Kirchspiel Querfurt absprechen, statt mit offenen Türen zu rechnen.
Der achteckige Taufstein stammt von 1558 und wurde 1743 nach Kuckenburg versetzt; er ist damit älter als der barocke Umbau um ihn herum. Über dem Schalldeckel des Kanzelaltars tragen zwei Engel eine Strahlenglorie, in der der hebräische Gottesname zu lesen ist.
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