Grorother Hof, Weingut und befestigter Gutshof in Frauenstein, Wiesbaden, Deutschland
Der Grorother Hof ist ein Weinbaubetrieb und befestigter Bauernhof in der Nähe von Wiesbaden mit einer Sammlung von Gebäuden aus verschiedenen Epochen. Die Anlage umfasst runde Türme mit Schießscharten, Weinkeller, Wohnräume und ein Restaurant, das in einem Hofgarten liegt.
Der Hof wurde 1327 erstmals als Grawenrode erwähnt und diente dem ab 1329 urkundlich belegten, im 17. Jahrhundert ausgestorbenen Adelsgeschlecht Grorod als Wohnung. Im Dreißigjährigen Krieg wurde er verpfändet und ging 1694 an das Geschlecht Sohlern über; Freiherr Anton von Sohlern und seine Frau Maria Angela von Crazenbach wohnten hier. 1811 kam der Hof unter nassauische Verwaltung, 1914 war er im Besitz der Familie von der Leyen.
Der Name Groroth geht auf das 1327 erstmals erwähnte „Grawenrode“ zurück und erinnert an das Adelsgeschlecht der Grorod, das hier bis zu seinem Aussterben im 17. Jahrhundert wohnte. Seit 1898 sitzt die Weingenossenschaft Frauenstein auf dem Hof und betreibt dort eine Vinothek; das Weingut Ott, Miteigentümer, führt die Gaststätte Zum Kapellchen.
Der Hof liegt am südöstlichen, unteren Ende von Frauenstein auf 145 m Höhe, unmittelbar unterhalb fließen Lippbach und Erlenbach zusammen. Eine Mauer mit kleinen Rundtürmen umschließt die gesamte Anlage, vor dem Hof steht eine Kelter von 1808. Die 1898 gegründete Weingenossenschaft betreibt hier eine Vinothek, und das Weingut Ott führt die Gaststätte Zum Kapellchen.
Die Türme mit Schießscharten stammen aus einer Zeit, als Bauernhöfe in der Region defensive Strukturen brauchten, um sich vor Überfällen zu schützen. Diese praktische Verteidigungslösung zeigt, wie Landwirtschaft und Sicherheit in der Vergangenheit miteinander verbunden waren.
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