Frau-Nauses-Tunnel, Eisenbahntunnel in Groß-Umstadt und Höchst im Odenwald, Deutschland
Der Frau-Nauses-Tunnel ist eine 1205 Meter lange Eisenbahnstrecke, die sich durch Sandsteinformationen in der Odenwald-Region windet und zwei Berghänge verbindet. Er wurde als eingleisige Strecke angelegt und dient bis heute als wichtiger Verkehrsweg zwischen der Region und dem Rhein-Main-Gebiet.
Der Tunnel wurde im September 1868 als Teil einer Eisenbahnverbindung in Angriff genommen und am 24. Dezember 1871 offiziell eröffnet. Die Bauphase war belastet durch Unfälle und Unglücke, bei denen mehrere Arbeiter ihr Leben verloren.
Die Tunnelportale zeigen Steinmetzarbeiten aus dem 19. Jahrhundert, besonders am südlichen Eingang mit einer dekorativen Krone über dem Gewölbe. Diese handwerklichen Details fallen Besuchern sofort ins Auge und erinnern an die Arbeit der Baumeister jener Zeit.
Der Tunnel ist von außen zugänglich und kann von Wanderern und Radfahrern entlang der Bahnstrecke erkundet werden. Die beiden Eingänge sind leicht zu finden und bieten gute Fotomöglichkeiten, besonders an den reichverzierten Portalen.
Der Tunnel verläuft unterirdisch zwischen zwei verschiedenen Verwaltungsbezirken, wobei der nördliche Portal in der ehemaligen Frau-Nauses-Region liegt. Diese Grenzlage macht ihn zu einem interessanten Punkt für das Verständnis der historischen Gebietseinteilung der Region.
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