Stuttgarter Schriftstellerhaus, Literaturzentrum in Stuttgart-Mitte, Deutschland.
Das Stuttgarter Schriftstellerhaus ist eine kulturelle Institution in einem denkmalgeschützten Gebäude aus dem 17. Jahrhundert in der Kanalstraße 4 im Stuttgarter Bohnenviertel. Das vierstöckige Haus hat einen nahezu quadratischen Grundriss und ist nur 4,98 Meter breit. Es beherbergt Veranstaltungsräume und eine kleine Wohnung im obersten Stockwerk für Stipendiaten.
Das Gebäude in der Kanalstraße 4 stammt aus dem 17. Jahrhundert und steht unter Denkmalschutz. Der Lyriker Johannes Poethen und der Architekt Johannes Wetzel überzeugten Oberbürgermeister Manfred Rommel und Ministerpräsident Lothar Späth, das Haus bei der Altstadt-Sanierung nicht abzureißen. Nach aufwendiger Renovierung wurde es am 4. Oktober 1983 dem Verein Stuttgarter Schriftstellerhaus übergeben.
Seit 2012 richtet das Haus alle zwei bis drei Jahre das Festival „Stuttgart liest ein Buch“ aus, nach der Idee „One city – one book“ aus Chicago; zu den gewählten Büchern zählt Judith Schalanskys „Der Hals der Giraffe“ (2015). Von den Stipendiaten wird erwartet, dass sie sich dem Stuttgarter Literaturpublikum vorstellen und am Blog „Kanalstraße 4“ mitarbeiten.
Das Zentrum ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht erreichbar und liegt in der Nähe von mehreren Straßenbahnlinien, die den Charlottenplatz bedienen. Besucher sollten vorher prüfen, wann Veranstaltungen stattfinden, da das Haus hauptsächlich für Lesungen und Treffen genutzt wird.
Das Gebäude ist mit einer Breite von weniger als 5 Metern eines der schmalsten Kulturgebäude der Stadt. Diese ungewöhnliche Proportion macht es zu einem besonderen Ort, der zwischen den höheren Strukturen um Charlottenplatz fast versteckt wirkt.
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