Dorfkirche Marquardt, Neuromanische Kirche in Marquardt, Deutschland
Die Dorfkirche Marquardt ist ein 1900/1901 nach Plänen des Berliner Architekten Adolf Stegmüller errichteter Bau aus unverputzten Backsteinen im neuromanischen Stil. Der kreuzförmige Grundriss besteht aus einem Langhaus mit Querschiff vor dem eingezogenen, dreiseitig geschlossenen Chor im Norden und einem Kirchturm im Süden. Sie steht auf einem kleinen Hügel auf dem von einer Feldsteinmauer umgebenen Friedhof des Dorfes.
Die Kirche wurde 1900/1901 anstelle eines abgerissenen Vorgängerbaus nach Plänen des Berliner Architekten Adolf Stegmüller in neuromanischem Stil aus unverputzten Backsteinen auf kreuzförmigem Grundriss am Rand des Schlossparks Marquardt errichtet. Der Gutsbesitzer Dr. Louis von Bischoffshausen und seine Frau unterstützten den Neubau finanziell, woran die Widmung des vergoldeten Altarkreuzes von 1901 erinnert. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs sprengten Wehrmachtsspezialisten eine nahe Autobahnbrücke; die Druckwelle beschädigte die Kirchenfenster, die in der Nachkriegszeit restauriert wurden.
Die Kirche gehört zum Pfarrbereich Töplitz im Kirchenkreis Mittelmark-Brandenburg der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Das Altarkreuz von 1901 trägt eine Widmung des Gutsbesitzers Dr. Louis von Bischoffshausen und seiner Frau, die den Neubau maßgeblich finanzierten. Unter der Kirche liegt die Familiengruft der Familie Ravené mit vier Zinksarkophagen, die 2005 restauriert wurden.
Die Kirche steht an der Hauptstraße 21 im alten Dorfkern, auf einem kleinen Hügel innerhalb des von einer Feldsteinmauer umschlossenen Friedhofs; Schloss Marquardt und sein Park liegen direkt daneben. Der Schlänitzsee beginnt wenige hundert Meter westlich, nördlich verläuft der Sacrow-Paretzer Kanal. Der schlanke Turm ist aus dem flachen Umland zu erkennen.
Unter der Kirche liegt die Familiengruft der Industriellenfamilie Ravené mit vier Zinksarkophagen: Louis Auguste Ravené, Besitzer von Schloss Marquardt und Kirchenpatron, seine Gemahlin Martha, sein Sohn Enno und sein Schwiegersohn Heinz von Bardeleben. Zwei Gedenktafeln ehren weitere Angehörige; die Särge wurden 2005 restauriert.
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