Martinskirche Isingen, Spätgotische Kirche in Isingen, Deutschland.
Die Martinskirche Isingen ist ein verputzter Saalbau mit steilem Satteldach aus Ziegeln, einem langen Langhaus und einem höheren polygonalen Chor, den graue Strebepfeiler zwischen hohen Spitzbogenfenstern stützen. Der im Kern mittelalterliche quadratische Chorflankenturm erhebt sich hinten rechts unter eigenem steilem Dach. Im Inneren überspannt ein Netzrippengewölbe mit schwachen floralen Malereien den Raum, und über dem Altar steht eine Holzorgel mit hellen Pfeifen.
1140 ist in Isingen eine romanische Steinkirche belegt, von der sich Reste erhalten haben. Langhaus und Chor wurden im 15. Jahrhundert neu gebaut und 1451 fertiggestellt; der Turm stammt im Kern aus dem 13. Jahrhundert. Seither wurde das Bauwerk kaum noch verändert.
Die Kirche trägt den Namen des heiligen Martin von Tours; ihr spätgotischer Kanzelstock erhielt später einen barocken Korb. An der Emporenbrüstung hängt ein Epitaph von 1636, das die Enthauptung Johannes des Täufers zeigt und von den Bänken aus zu erkennen ist. Die 1885 von Gebr. Link gebaute Orgel verwendet älteres Pfeifenmaterial und wurde 1948/49 renoviert.
Die Kirche steht auf einem ummauerten Kirchhof in Isingen, einem Stadtteil von Rosenfeld. Die Kirchengemeinde gehört zur Verbundkirchengemeinde Rosenfeld-Isingen im Kirchenbezirk Balingen. Da es sich um eine aktive Pfarrkirche handelt, sollte man vor einem Besuch im Inneren die Gottesdienstzeiten prüfen oder das Pfarrbüro kontaktieren.
Die Quelle nennt drei mittelalterliche Glocken im Turm der Georgskirche, nicht der Martinskirche, und gibt keine Gussdaten an. Die Martinskirche besitzt dafür einen auf 1516 datierten Taufstein und ein Kruzifix aus dem 15. Jahrhundert. Die Orgel der Gebr. Link wurde 1885 mit älterem Pfeifenmaterial eingebaut und 1948/49 renoviert.
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