Schloss Honeburg, Ehemalige Wasserburg in Haste, Osnabrück, Deutschland
Honeburg ist eine ehemalige Wasserburg am Nordostrand des Osnabrücker Stadtteils Haste. Zum Gut gehören ein zweigeschossiges Herrenhaus mit Krüppelwalmdach auf älteren Fundamenten, zwei Wirtschaftsgebäude, ein Torhaus und die 1866 hinzugefügte Kapelle St. Aloisii. Die Mittelachse des Herrenhauses betonen Freitreppen und Übergiebelungen; bis ins 19. Jahrhundert stand es in einem Hausteich.
Die Honeburg wurde 1344 erstmals erwähnt und gehörte damals der Familie Eifeler an. 1651 unterzog sich das Gebäude umfangreichen Umbauten, die seine Architektur grundlegend veränderten, und gelangte später in den Besitz der Familie Ostman von der Leye, die es seit 1793 hält.
Durch Heirat kam das Gut 1469 an die von Kerssenbrock, 1597 an die von Boeselager und 1793 an die Familie Ostman von der Leye, die es bis heute besitzt. Zur Anlage gehören neben dem Herrenhaus zwei Wirtschaftsgebäude, das Torhaus und die 1866 ergänzte Kapelle St. Aloisii.
Das Gut ist in Privatbesitz und nicht zu besichtigen; Torhaus, Herrenhaus, zwei Wirtschaftsgebäude und die Kapelle St. Aloisii stehen am Nordostrand des Stadtteils Haste. Am besten sieht man die Anlage von den öffentlichen Wegen und Straßen ringsum, ohne das Grundstück zu betreten.
Der schützende Graben der Burg wurde in den 1880er Jahren zugeschüttet, als die nahegelegenen Kohlegruben die lokalen Wasserquellen aufbrauchten. Dies ist ein seltenes Beispiel dafür, wie industrielle Aktivitäten die physische Form historischer Bauwerke direkt veränderten.
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