Bürgergehorsam, Wehrturm in Osnabrück, Deutschland
Der Bürgergehorsam ist ein Wehrturm in Osnabrück, der zwischen 1517 und 1519 entstand und damit der jüngste der großen Wehrtürme der Stadt ist. Seine Mauern sind bis zu 3,50 Meter stark; die großen Schießscharten und Pulverabzugsöffnungen weisen auf die Verwendung von Kanonen hin. Ein Maueransatz zeigt noch die Anbindung der nicht mehr bestehenden Stadtmauer.
Der Turm wurde zwischen 1517 und 1519 errichtet und erhielt 1542 umfangreiche Umbauten, als sein ursprüngliches gewölbtes Dach durch eine steilere, mit Blei gedeckte Struktur ersetzt wurde. Diese Veränderungen spiegeln die wechselnden Anforderungen an die städtische Verteidigung wider.
Der Name Bürgergehorsam verweist auf die zeitweilige Funktion des Turms als Ort des Bürgergehorsams, nicht auf mittelalterliche Stadtverwaltung. 1954 wurde er mit dem Schriftzug „Ewig deutscher Osten“ zum Vertriebenendenkmal gestaltet, eingeweiht am 12. September 1954 durch Linus Kather; im November 1992 wurde der Schriftzug abmontiert. Von 1981 bis in die 1990er Jahre beherbergte der Turm die Ostdeutsche Lehrschau mit Trachten aus Oberschlesien, Spitzen aus dem Erzgebirge und Bernstein aus Danzig.
Der Turm ist über eine Eingangstür im ersten Geschoss zugänglich und führt nach innen über eine eiserne Wendeltreppe aus 1977. Besucher sollten sich auf enge Treppen einstellen und das Innere des Turms erkunden, um die verschiedenen Geschosse und dessen Geschichte zu entdecken.
1954 wurde der Turm zum Vertriebenendenkmal mit dem Schriftzug „Ewig deutscher Osten“, der am 12. September 1954 durch Linus Kather eingeweiht und im November 1992 wieder abmontiert wurde. Von 1981 bis in die 1990er Jahre beherbergte er die Ostdeutsche Lehrschau mit Trachten aus Oberschlesien, Spitzen aus dem Erzgebirge und Bernstein aus Danzig; der Verbleib der Bestände ist ungeklärt.
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