Bucksturm, Mittelalterlicher Wachturm in Osnabrück, Deutschland
Der Bucksturm ist ein mittelalterlicher Turm in Osnabrück mit massiven Steinmauern und schmalen Schießscharten für Handfeuerwaffen. Sein klobiger Aufbau prägt das Straßenbild der Altstadt und zeigt deutlich die Bauweise der Stadtbefestigung aus früherer Zeit.
Der Turm entstand im 13. Jahrhundert als Bestandteil der Stadtmauer und verlor 1805 etwa 10 Meter seiner ursprünglichen Höhe durch Verfallerscheinungen. Über Jahrhunderte hinweg wechselte seine Funktion und diente zeitweise als Kerker und Hinrichtungsstätte.
Der Turm war lange Zeit Gefängnis und Ort grausamer Praktiken, besonders während der Hexenverfolgungen des 16. und 17. Jahrhunderts. Heute erinnern die dicken Mauern an diese dunkle Vergangenheit der Stadt.
Der Innenraum ist für Besucher nicht zugänglich, aber die Außenseite und das Kriegerdenkmal von 1922 daneben können von der Bocksmauer-Straße aus betrachtet werden. Am besten besucht man den Turm tagsüber, wenn das Licht die Steinmauern gut beleuchtet.
Im zweiten Stock befand sich die 'Johanniskasten', eine massive Eichentruhe zur Gefangenhaltung. Sie hielt berühmte Gefangene wie den Raubritter Johann von Hoya zwischen 1441 und 1448 fest.
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