Villenkolonie Lichterfelde, Architektonisches Wohnensemble in Lichterfelde West, Berlin, Deutschland.
Das Villenviertel in Lichterfelde West ist ein Wohnensemble mit vielfältigen Architekturstilen, von toskanischen Villen bis zu Tudor-Palästen mit Zinnen und Türmchen entlang baumgesäumter Kopfsteinpflasterstraßen. Die Häuser stehen großzügig voneinander entfernt auf großen Grundstücken, was dem Viertel seinen großbürgerlichen Charakter verleiht.
Das Viertel entstand zwischen 1860 und 1900 auf Initiative von Johann von Carstenn, der hier eine exklusive Siedlung für wohlhabende Berliner schuf. Die Entwicklung setzte sich bis in die 1930er Jahre fort, besonders mit der Gestaltung des Schweizer Viertels mit seinen nach Schweizer Orten und Personen benannten Straßen.
Das Viertel dient heute als wichtiger Ort für diplomatische Vertretungen, da viele Villen von internationalen Delegationen als Botschaftsgebäude genutzt werden. Diese Funktion prägt das Erscheinungsbild und den Charakter der Straßen bis heute.
Das Viertel ist am besten zu Fuß zu erkunden, wobei die Baumreihen entlang der Kopfsteinpflasterstraßen einen angenehmen Spaziergang ermöglichen. Die S-Bahn-Linie S1 hält am Bahnhof Lichterfelde West und bietet Verbindungen zum Zentrum Berlins.
Das Schweizer Viertel innerhalb des Viertels trägt absichtlich Namen von Schweizer Orten und Persönlichkeiten, was bei einem Spaziergang durch die Straßen überraschend deutlich wird. Diese geografische Referenz ist ein seltenes Merkmal der Stadtplanung aus dieser Zeit und macht das Viertel unmittelbar erkennbar.
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