Mindener Schlagde, Flusshafen-Struktur an der Weser, Minden
Die Mindener Schlagde ist eine befestigte Plattform an der Weser in Minden, die über einer senkrechten Betonkaimauer liegt, die nahe der Wasserlinie dunkle Streifen zeigt. Ein niedriges Metallgeländer mit Abschnitten aus blaugrauem Rohr verläuft entlang der Kante, und eine Reihe geparkter Autos steht auf der gepflasterten Fläche. Das Ende stößt an einen Grasabhang und Gebäude.
Kaiser Karl V. verlieh Minden 1552 das Stapelrecht, das Schiffe zwang, ihre Ladung in der Stadt abzuladen, woraufhin 1572 der erste Anlegepier entstand. Diese Handelsregelung verwandelte die Uferzone in einen lebhaften Umschlagplatz für Flussschifffahrt und Warenhandel.
Der Name stammt vom niederdeutschen „slait“ (schlagen): Schwere Holzstämme wurden in den Flussgrund getrieben, um einen festen Anleger zu schaffen. Da der Hafen nach 1915 zugeschüttet wurde, stehen solche Pfähle heute nicht mehr am Ufer. Geblieben ist eine Kaimauer aus Beton mit niedrigem Geländer und blaugrauen Rohrabschnitten, an deren großen Pollern noch Binnenschiffe festmachen.
Der Bereich liegt nahe dem Stadtzentrum und dient heute größtenteils als Parkfläche mit über dreihundert Stellplätzen, die in bestimmten Abschnitten gebührenpflichtig sind. Die Uferpromenade entlang des Wassers bleibt frei zugänglich und lädt zum Spaziergang ein.
Das Hafenbecken wurde nach 1915 zugeschüttet, die Bastau südlich vor die Stadt verlegt und die Fläche entwässert und befestigt. Erhalten ist nur eine Kaimauer an der Weser mit Liegeplätzen für Sportboote und einigen großen Pollern für Binnenschiffe. Der Hafen der Stadt liegt heute am Wasserstraßenkreuz Minden.
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