Siemens-Haus, Verwaltungsgebäude im Stadtteil Südstadt, Hannover, Deutschland.
Das Siemens-Haus an der Willy-Brandt-Allee 1 ist ein Büro- und Verwaltungsgebäude in der Südstadt Hannovers mit einer Klinkerfassade und Steinelementen im Bereich des Sockelgeschosses. Der Bau ist schlicht gehalten, verzichtet weitgehend auf Dekoration und folgt einer nüchternen, funktionalen Formensprache.
1922 begann Siemens in Hannover mit dem ersten eigenen Verwaltungsgebäude, doch die Arbeiten stockten während der Hyperinflation bis zur Einführung der Rentenmark im Herbst 1923. Am 2. Dezember 1924 zogen die Mitarbeiter ein. Im Oktober 1943 brannten bei einem Luftangriff die oberen Geschosse aus, im März 1945 wurde das Haus erneut getroffen. Im Herbst 1988 verlagerte Siemens seine hannoverschen Büros nach Laatzen; das Gebäude ging später an die Nord/LB.
Das Gebäude trägt noch heute den Schriftzug von Siemens & Halske an seiner Fassade, was zeigt, wie Unternehmen ihre Identität in die Architektur eingeschrieben haben. Dieser Ansatz war zu jener Zeit selten und hat das Erscheinungsbild des Stadtviertels bis heute geprägt.
Das Gebäude liegt im Stadtbezirk Südstadt und ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Da der Bau heute Teil eines Bankkomplexes ist, bleibt der Innenbereich in der Regel nicht zugänglich, sodass sich ein Besuch auf die Außenansicht beschränkt.
1950 wurden die neu am renovierten Haus 1 angebrachten Bronzeschilder schon in der ersten Nacht aus den noch nicht ausgehärteten Betonhalterungen gebrochen, trotz Nachtwächter mit Hund; die Diebe übertönten die Aktion, indem sie ihren Lastwagen vor dem Haus im Stand röhren ließen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.294 Mitwirkenden weltweit.