Siemens-Haus, Verwaltungsgebäude im Stadtteil Südstadt, Hannover, Deutschland.
Das Siemens-Haus an der Willy-Brandt-Allee 1 ist ein Büro- und Verwaltungsgebäude in der Südstadt Hannovers mit einer Klinkerfassade und Steinelementen im Bereich des Sockelgeschosses. Der Bau ist schlicht gehalten, verzichtet weitgehend auf Dekoration und folgt einer nüchternen, funktionalen Formensprache.
Der Bau des Verwaltungsgebäudes begann in den frühen 1920er-Jahren, wurde jedoch durch die Hyperinflation in Deutschland mehrfach unterbrochen. Siemens verließ das Gebäude schließlich in den 2000er-Jahren, woraufhin es in den Komplex der Norddeutschen Landesbank integriert wurde.
Das Gebäude trägt noch heute den Schriftzug von Siemens & Halske an seiner Fassade, was zeigt, wie Unternehmen ihre Identität in die Architektur eingeschrieben haben. Dieser Ansatz war zu jener Zeit selten und hat das Erscheinungsbild des Stadtviertels bis heute geprägt.
Das Gebäude liegt im Stadtbezirk Südstadt und ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Da der Bau heute Teil eines Bankkomplexes ist, bleibt der Innenbereich in der Regel nicht zugänglich, sodass sich ein Besuch auf die Außenansicht beschränkt.
Die Pläne für das Gebäude stammten aus der Berliner Baukonstruktionsabteilung von Siemens, während der Bildhauer Josef Wackerle die plastischen Elemente an der Fassade schuf. Diese Zusammenarbeit zwischen zwei Standorten machte das Gebäude zu einem seltenen Beispiel für die Unternehmensarchitektur dieser Zeit.
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