Zucht- und Waisenhaus, Baudenkmal in der Böttchergasse, Weimar, Deutschland
Das Zucht- und Waisenhaus ist ein neoklassizistisches Gebäude an der Böttchergasse im Zentrum Weimars mit einer straffen Fassade und symmetrisch angeordneten Fensterreihen über mehrere Etagen. Der Bau zeigt die typischen Merkmale der Architektur seiner Zeit mit klaren Linien und funktionalem Aufbau.
Das Gebäude wurde 1713 nach Plänen von Christian Richter im Auftrag von Herzog Wilhelm Ernst errichtet und diente zunächst als Zuchthaus und Waisenhaus. Nach dem Zweiten Weltkrieg war es das einzige Gebäude aus seiner ursprünglichen Nachbarschaft, das bestehen blieb und die Geschichte dieser Zeit überstand.
Das Gebäude trägt den Namen nach seiner ursprünglichen Funktion und zeigt durch seine Lage an der Böttchergasse noch heute die städtische Struktur des barocken Weimar wider. Besucher können an diesem Ort nachvollziehen, wie Weimar einst als Zentrum für Handwerk und soziale Fürsorge organisiert war.
Das Gebäude befindet sich in der Altstadt Weimars und ist leicht zu Fuß erreichbar, wenn du die Straßen der Innenstadt erkundest. Der Standort liegt an einer ruhigen Gasse mit weiteren historischen Häusern, die einen Eindruck vom alten Weimar vermitteln.
Das Gebäude wurde 1713 mit Steuerbefreiungen für 30 Jahre erbaut, um Siedler nach Weimar zu locken und die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern. Ein Teil dieser politischen Strategie war auch die Unterstützung der hugenottischen Gemeinde, die sich dort ansiedelte und bis 1717 blieb.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.