Franziskanerkloster Weimar, Mittelalterliches Kloster in Weimar, Deutschland.
Das Franziskanerkloster Weimar ist eine Klosteranlage, deren sudliches Hauptgebaude noch heute erhalten ist und sich hinter dem Bauhaus-Museum befindet. Das Gebaude beherbergt heute Raume der Hochschule fur Musik Franz Liszt und bildet ein wichtiges Ensemble der Weimarer Altstadt.
Der Herzog Wilhelm III. grundete das Kloster 1453 unter dem Einfluss des papstlichen Legaten Johannes Capistrano, wobei der Bau 1457 abgeschlossen wurde. Diese Grundung war Teil der religiosen Reformbewegungen des spaten Mittelalters in Thuringen.
Das Kloster ist eng mit Martin Luther verbunden, der hier zwischen 1518 und 1540 mehrmals predigte und Messen abhielt. Seine Besuche prägen bis heute die Wahrnehmung des Ortes als wichtigen Schauplatz der Reformation in Weimar.
Der Ort ist heute Teil der Hochschule fur Musik Franz Liszt, die seit 1872 diesen Standort nutzt, was den Zugang teilweise eingeschrankt macht. Besucher sollten beachten, dass nur bestimmte Bereiche zuganglich sind und ein respektvoller Umgang mit den Unterrichtsraumen erforderlich ist.
Herzog Wilhelm III., der Grunder des Klosters, trug in seinen letzten Lebensjahren selbst ein Monchsgewand und wurde 1482 in der Krypta unter der Klosterkirche beigesetzt. Diese ungewohnliche Handlung eines weltlichen Herrschers zeigt die tiefe spirituelle Hingabe, die den Grunder in seinen spateren Jahren erfasste.
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