Wassermühle Heiligenrode, Historische Wassermühle in Heiligenrode, Deutschland
Die Wassermühle Heiligenrode ist ein Ensemble aus fünf Gebäuden an der Adresse An der Wassermühle 6 in Stuhr-Heiligenrode. Das eingeschossige, verklinkerte Mühlenhaus von 1843 enthält Beutelgang, Einfülltrichter, Rüttelschuh, Beutel und Rüttelsieb, mit denen Mehl, Grieß, Schrot und Kleie hergestellt wurden. Dazu kommen das verklinkerte Müllerwohnhaus von 1829 mit zweigeschossigem Mittelrisalit, das alte Fachwerk-Müllerwohnhaus von 1750, das Backhaus von 1817 und die Mühlenscheune von 1839.
Die erste Erwähnung eines Mühlenbaus an diesem Ort stammt aus dem Jahr 1182, als das benachbarte Heiligenrode-Kloster gegründet wurde. Das heute sichtbare Gebäude aus Backstein entstand 1843 und ersetzte die älteren Strukturen.
Das Backhaus von 1817, ein Fachwerkhaus mit Krüppelwalm, ist heute Vereinsheim des Heimatvereins. In der 1839 erbauten Mühlenscheune sind Landmaschinen ausgestellt. Das Müllerwohnhaus von 1829 beherbergt im Erdgeschoss Ausstellungs- und Versammlungsräume, im Obergeschoss zwei Wohnungen.
Die fünf Gebäude stehen an der Straße An der Wassermühle in Heiligenrode: Mühlenhaus, beide Müllerwohnhäuser, Backhaus und Mühlenscheune liegen beieinander. Die 1986 gegründete Mühlen-Gemeinschaft Heiligenrode betreut die Anlage und die restaurierte Technik. Zwischen 1985 und 1993 wurden die technischen Einrichtungen zu einer funktionsfähigen Getreidemühle restauriert.
Ursprünglich war die Mühle mit zwei Wasserrädern ausgestattet, doch 1936 wurde eines davon in eine Wasserturbine umgewandelt. Diese Turbine versorgt das Gebäude bis heute mit Wärmeenergie und zeigt eine frühe Form der Energienutzung.
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