Abschnittswall, Abschnittswall in Brohl-Lützing, Deutschland
Der Landwehr bei Brohl-Lützing ist eine eisenzeitliche Höhenbefestigung auf einem Hochplateau am linken Rheinufer, das vom Brohlbach und dem Rhein begrenzt wird. Sie besteht aus zwei parallelen Erdwällen im Abstand von 75 Metern im Distrikt Eichels, denen jeweils ein nach Süden ausgerichteter Graben vorgelagert ist. Vorgeschichtliche Bebauung wurde dort bisher nicht nachgewiesen.
Die Anlage ist eine eisenzeitliche Abschnittsbefestigung, möglicherweise aus dem 6. vorchristlichen Jahrhundert. Sie besteht aus zwei parallelen Wällen im Abstand von 75 Metern im Distrikt Eichels, jedem ist ein Graben vorgelagert, beide liegen Richtung Süden; eine vorgeschichtliche Bebauung ist nicht nachgewiesen. Paul Steiner vom Provinzialmuseum Trier ordnete sie 1932 als einfachen, gedoppelten Abschnittswall ein.
Die Anlage ist in der Liste der Naturdenkmale in Brohl-Lützing eingetragen; als Quelle dient ein Artikel von Rektor Rausch aus Ahrweiler im Heimatjahrbuch 1954 des Kreises Ahrweiler, der eine keltische Ringanlage auf dem Diktberg bei Brohl erwähnt. Die beiden Wälle mit ihren nach Süden ausgerichteten Gräben liegen im Distrikt Eichels, wohin heute ein Feldweg führt, der in einen schmalen Fußpfad hinunter nach Brohl-Lützing übergeht.
Die Überreste sind von markierten Wanderwegen bei Brohl-Lützing erreichbar, wobei Parkplätze am Fuß des Bergrückens verfügbar sind. Der Zugang ist frei zugänglich und das Gelände selbst ist zu Fuß leicht zu erkunden.
Die Erhebung des Landwehr bietet Aussichtspunkte mit weiten Blicken über das Tal und die umliegende Landschaft. Solche Fernsichten waren für die antike Befestigung von großem strategischen Wert bei der Kontrolle der Region.
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