Burg Rheineck, Höhenburg bei Bad Breisig, Deutschland
Burg Rheineck steht auf einer Anhöhe von 186,9 m ü. NHN am linken Rheinufer bei Bad Breisig. Ein hoher quadratischer Turm aus rauen grauen Steinblöcken mit dunklem Schieferdach und einer schwarzen Metallspitze, die eine weiße Fahne trägt, schließt an ein Hauptgebäude aus hellbraunem Stein mit Bogenfenstern und steilem grauem Schieferdach mit Giebeln und Dachgauben an. Eine niedrige Steinmauer und Hecken verlaufen unterhalb der Gebäude.
Die Burg wurde im 11. Jahrhundert von den Pfalzgrafen erbaut, vermutlich von Siegfried I. oder Otto I. von Salm, der sich ab 1126 Comes de Rinegke nannte. König Konrad III. befahl 1151 die Zerstörung nach Konflikten mit den Salm-Rheineck. Erzbischof Rainald von Dassel ließ sie ab 1164 wiederaufbauen, um die Kölner Besitzungen um Andernach zu sichern.
Die Burg gab den Grafen von Rheineck ihren Namen: Otto I. von Salm nannte sich ab 1126 „Comes de Rinegke“, und um 1180 nahm das Rittergeschlecht von Ulmen den Namen von Rheineck an und erhielt Ende des 13. Jahrhunderts die vererbbare Burggrafschaft. Johann IV. von Rheineck, durch Lösegeldzahlungen verarmt, raubte die Schiffe und Fuhrwerke aus, die unter der Burg vorbeikamen.
Das Schloss ist derzeit in Privatbesitz und kann nicht ohne vorherige Vereinbarung besichtigt werden. Interessierte Besucher sollten sich vor einem geplanten Besuch mit dem Tourismusbüro Bad Breisig in Verbindung setzen, um die Möglichkeiten zu klären.
Der Name der Burg leitet sich von ihrer Lage ab: „Rinegke“ bedeutet „Rheinecke“ und wurde 1126 erstmals von Otto I. von Salm verwendet. Der Vinxtbach am Fuß des Burgbergs bildete einst die Grenze zwischen den römischen Provinzen Obergermanien und Niedergermanien, später zwischen den Kurstaaten Köln und Trier.
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