Lutherkirche Cottbus, Protestantische Kirche in Cottbus, Deutschland
Die Lutherkirche ist eine evangelische Saalkirche im Jugendstil in Cottbus mit einem gerade schließenden Chor im Süden, Satteldach und einem neobarocken reliefierten Hauptportal auf der Nordseite. Asymmetrisch gliedert sich der querovale Westturm mit Keildach an. Über dem Portal sind in einem Blendfenster die Anfangszeilen der ersten und vierten Strophe von „Ein feste Burg ist unser Gott“ unter der Lutherrose zu lesen.
Die Martin-Luther-Gemeinde, die sich in den 1840er Jahren gebildet hatte, wurde 1902 selbstständiger Pfarrbereich und gründete 1906 den Luther-Kirch-Bauverein, um eine Kirche in der Thiemstraße zu finanzieren. Der Berliner Architekt Robert Leibnitz entwarf sie; die Grundsteinlegung erfolgte am 25. Juni 1911, die Einweihung am 30. Juni 1912. Nach schweren Schäden beim Luftangriff am 15. Februar 1945 wurde sie unter Hans Palm wiederaufgebaut und am 13. Mai 1951 erneut eingeweiht.
Die Lutherkirche ist ein Ort, wo die protestantische Gemeinde seit mehr als hundert Jahren zusammenkommt und ihre Gottesdienste feiert. Der Innenraum mit seinen weißen Verzierungen und hölzernen Bänken schafft eine einladende Atmosphäre für Gläubige und Besucher.
Der Kirchenraum ist an Wochentagen und zu Gottesdiensttagen zugänglich, wobei die Öffnungszeiten je nach Veranstaltungen variieren können. Besucher sollten beachten, dass es sich um einen aktiven Gottesort handelt, an dem Respekt für religiöse Aktivitäten wichtig ist.
Die größere der beiden 1926 nachgegossenen Glocken mit einem Luther-Relief musste im Zweiten Weltkrieg abgeliefert werden und läutete nach 1945 in der Oberkirche St. Nikolai. 2022 wurde sie außer Dienst gesetzt und ist dort im Kirchraum ausgestellt.
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