Lehrstellwerk Kornwestheim, Eisenbahnausbildungseinrichtung in Kornwestheim, Baden-Württemberg
Das Lehrstellwerk Kornwestheim ist eine Ausbildungsanlage mit bis zu 15 Stellwerken in Kornwestheim, rund zehn Kilometer nördlich von Stuttgart. Die meisten sind mechanischer Bauart, dazu kommen elektromechanische und Drucktastenstellwerke; die Anlage teilt sich in einen alten Teil von 1934 und einen neuen von 1962. Über den Hebelbänken zeigt ein hölzernes Streckenband die Züge als kleine Stifte, die Kontakte auslösen und Weichen sperren.
Die Anlage wurde 1934 gebaut und diente der Deutschen Bahn als Ausbildungszentrum für Signalbeamte und Zugführer bis in die 1990er Jahre. Sie zeigt die Entwicklung von Bahnsichemystemen über mehrere Generationen von Eisenbahnern.
Das Gelände zeigt, wie Eisenbahner früher ihre Arbeit lernten und welche Bedeutung Handwerk und Präzision im Bahnbetrieb hatten. Die erhaltenen Anlagen erzählen von einer Arbeitskultur, in der jede Bewegung eines Signals oder einer Weiche Leben retten konnte.
Der Besuch erfolgt meist durch geführte Touren, bei denen man die Funktionsweise von Hand- und Elektroschaltungen live sehen kann. Man sollte Zeit für Demonstrationen einplanen und kann auch an praktischen Simulationsübungen teilnehmen.
Im alten Anlagenteil stellt ein hölzernes Streckenband über den Hebelbänken die Züge als kleine Stifte dar, die der Ausbilder von Hand in Nuten steckt; die Stifte lösen Kontakte aus und können das Umstellen elektrisch geprüfter Weichen verhindern. Die Signale auf dem Band ändern mit den Hebeln ihr Bild, und an den Wärterstellwerken in Mittelstadt sind einige Hebel mit echten Weichen und Signalen draußen verbunden.
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