Kloster Esfigmenou, Orthodoxes Kloster auf dem Berg Athos, Griechenland
Das Kloster Esphigmenou ist ein orthodoxes Kloster an der Ostküste des Athos in Griechenland, mit Blick auf das Meer und umgeben von dicken Steinmauern. Der Innenhof öffnet sich um eine Hauptkirche herum, und die Zellen der Mönche verteilen sich entlang der Innenwände in mehreren Stockwerken.
Die Gründung erfolgte im späten 10. Jahrhundert, wahrscheinlich unter der Schirmherrschaft eines byzantinischen Adeligen. Seeräuber plünderten den Komplex mehrfach im Mittelalter, doch das Kloster erlebte einen Wiederaufstieg ab dem 18. Jahrhundert durch Schenkungen und innere Reformen.
Der Name Esphigmenou bedeutet "fest zusammengebunden" und verweist auf die Gründungslegende, nach der Mönche früher ihre Holzstämme hier an der Küste zusammenbanden. Die Kirche im Innenhof trägt den Namen des Aufstiegs Christi und ist der Mittelpunkt des monastischen Lebens, mit silbernen Ikonen und alten Wandmalereien an den Wänden.
Der Zugang folgt den allgemeinen Regeln des Athos, mit Genehmigung nur für männliche Besucher und vorheriger Anmeldung beim Pilgerbüro. Das Gelände liegt direkt am Wasser, sodass Wanderer den Küstenpfad nutzen können, der die einzelnen Klöster miteinander verbindet.
Der Speisesaal bewahrt Fresken aus dem 16. und 17. Jahrhundert und gilt als das älteste noch erhaltene Gebäude innerhalb der Anlage. Die Bibliothek verwahrt seltene Handschriften, darunter das Dokument Nummer 14 mit außergewöhnlichen Miniaturen aus byzantinischer Zeit.
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