Gournia, Bronzezeitliche archäologische Stätte in Ierapetra, Griechenland.
Gournia ist eine minoische Siedlung aus der Bronzezeit, die über einen niedrigen Hügel verteilt ist mit gepflasterten Straßen, Steinhäusern und einem zentralen Palastkomplex. Der Ort bietet einen Ausblick auf das Mittelmeer und zeigt die dicht bebaute Struktur eines typischen Handelsortes der antiken Ägäis.
Die Siedlung erlebte ihre Blütezeit zwischen 1550 und 1450 v. Chr. während der Späten Minoischen Periode, bevor sie wie andere Paläste auf Kreta zerstört wurde. Diese Zerstörung war möglicherweise das Ergebnis von Erdbeben oder Überfall, was das Ende dieser Siedlungsform markierte.
Die Einwohner betrieben hier Handwerk und Herstellung von Werkzeugen, Waffen und Keramik. Dieser handwerkliche Fokus machte den Ort zu einem wichtigen Produktionszentrum in der Region.
Der Zugang verläuft über eine Treppen und Pfade, die über das unebene Gelände führen. Besucher sollten bequeme Schuhe und Sonnenschutz mitbringen, da die Stelle wenig Schatten bietet und die Wege steinig und uneben sind.
Die ersten Ausgrabungen wurden von der amerikanischen Archäologin Harriet Boyd-Hawes zwischen 1901 und 1904 geleitet, nachdem sie einen bedeutenden Siegelstein an der Stelle entdeckt hatte. Diese frühen Grabungen waren für eine Frau ungewöhnlich und trugen wesentlich zu unserem Verständnis der Minoischen Kultur bei.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.