Fournou Koryfi, Archäologische Stätte in der Gemeinde Ierapetra, Griechenland
Fournou Korifi ist eine archäologische Stätte mit etwa 90 kompakten Räumen, die dicht auf einem Hügel angeordnet sind und mit schmalen Gängen und Fluren verbunden sind. Das Gelände wird durch zwei befestigte Eingänge mit Mauern und einer Bastion erschlossen, wo sich Wohnräume, Lagerstätten und Werkstätten verteilen.
Die Stätte stammt aus der Frühminoischen Zeit zwischen 2600 und 2300 v.Chr. und wurde 1967 durch Ausgrabungen von Peter Warren erforscht, der Strukturen und Artefakte aus dieser Periode freilegte.
Die Bewohner betrieben Landwirtschaft für Getreide, Oliven und Trauben und stellten in ihren Werkstätten Keramik her, webten Stoffe und erzeugten Öl. Die Spuren dieser Tätigkeiten zeigen sich in den räumlichen Anordnungen und den heute noch sichtbaren Überresten der Produktionsstätten.
Der Hügel bietet ausgedehnte Ansichten auf das Libysche Meer, daher sollte man festes Schuhwerk und ausreichend Wasser für die Erkundung mitbringen. Die unebene Topografie und die engen Passagen erfordern Vorsicht beim Betreten, besonders an steilen Bereichen.
In einem Heiligtum am südwestlichen Ende der Siedlung wurde eine Statue der Göttin von Myrthos gefunden, die heute im Archäologischen Museum von Agios Nikolaos ausgestellt ist. Dieses kleine Kunstwerk ist eines der bemerkenswertesten Objekte, die an diesem Ort entdeckt wurden.
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