Apokalypse-Grotte, Heilige Höhle in Patmos, Griechenland
Die Höhle der Apokalypse ist eine Grotte auf halbem Weg zwischen den Ortschaften Chora und Skala auf der Insel Patmos. Sie liegt in einem Komplex mit einer kleinen Kapelle, das Innere zeigt roh behauene Felswände und religiöse Bilder.
Johannes verfasste hier während seiner Verbannung Ende des ersten Jahrhunderts die Offenbarung des Johannes, ein Text, der zum letzten Buch des Neuen Testaments wurde. Das Christentum etablierte die Grotte später als Pilgerstätte, und byzantinische Gläubige erbauten darüber ein Kloster, das bis heute besteht.
Orthodoxe Pilger besuchen regelmäßig diese Grotte und knien vor den Nischen in der Felswand, wo Johannes gebetet und geschlafen haben soll. Wandmalereien und Votivgaben bedecken die Innenwände, ein Zeichen der Frömmigkeit, die den Ort seit Jahrhunderten prägt und heute noch lebendig ist.
Die Grotte ist täglich außer an hohen Feiertagen von Morgen bis frühen Nachmittag zugänglich, ohne Führung kann man die Räume frei besuchen. Wegen niedriger Decken und enger Durchgänge sollten Besucher feste Schuhe tragen und vorsichtig gehen.
Eine silberne Lampe hängt an der Decke unterhalb der Spalten und brennt ohne Unterbrechung, ein Brauch, der das immerwährende Gebet symbolisiert. Einige Besucher legen die Hand auf den Felsvorsprung, den die Überlieferung als Johannesʼ Kopfstütze beim Schlafen beschreibt.
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