Rocca a Mare Festung, Seefestung am Hafen von Heraklion, Griechenland
Koules, auch Castello a Mare genannt, ist ein Seefort am Eingang des alten Hafens von Heraklion, errichtet aus rauen, sandfarbenen Steinblöcken, die unmittelbar aus dem Wasser aufsteigen. Die lange Fassade trägt eine durchgehende Reihe von Zinnen, im linken Abschnitt sitzen auf halber Höhe zwei kleine dunkle Bogenöffnungen. Der Bau besteht aus einem hohen rechteckigen und einem etwas niedrigeren halbelliptischen Teil, die Mauern sind bis zu 8,7 m dick, und es gibt drei Eingänge.
Die Festung wurde zwischen 1523 und 1540 von venezianischen Ingenieuren als Verteidigungsanlage gegen Seeangriffe und Piraten erbaut. Sie spielte eine wichtige Rolle im Schutzsystem des Hafens während der venezianischen Herrschaft über Kreta.
Ein großes weißes Relief des Markuslöwen wurde 1533 über dem Eingang angebracht, dem Wappen Venedigs. Die Osmanen fügten im Hof eine Moschee für Großadmiral Kaptan Mustafa Pascha hinzu, und Evliya Çelebi notierte den türkischen Namen Su Kulesi, Wasserturm. Gelegentlich finden im Fort Kunstausstellungen und Kulturveranstaltungen statt.
Die Festung hat zwei Geschosse und 26 Räume, erreichbar über eine Treppe, deren Podest eine 1539 eingemauerte Steinplatte trägt. Die Mauern sind stellenweise bis zu 8,7 m dick, und es gibt drei Eingänge. Ein Gerüst und blaue Netze an der Seefassade zeigen Reparaturen gegen Wellenschäden an; einzelne Abschnitte können gesperrt sein.
Die Festung steht auf einer unter dem Wasser liegenden Grundlage, die mit damaliger Bauweise direkt im Meer errichtet wurde. Diese Konstruktion war technisch anspruchsvoll und zeigt das Ingenieurwissen der venezianischen Baumeister.
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