Museum of the Battle of Crete, Militärmuseum in Heraklion, Griechenland.
Das Museum der Schlacht um Kreta dokumentiert den Zweiten Weltkrieg im Mittelmeerraum durch Artefakte, Fotografien, Dokumente und persönliche Gegenstände. Die Sammlung konzentriert sich auf die Kriegsereignisse und deren Auswirkungen auf die Region.
Das Museum wurde im Mai 1994 von der Gemeinde Heraklion gegründet, um Relikte aus den Jahren 1941–1945 zu sammeln und auszustellen. Die Ausstellung behandelt die Schlacht um Kreta, die Luftlandeoperation, bei der deutsche Truppen in der Bucht von Souda landeten und mehrere tausend Fallschirmjäger gegen kretische und britische Verteidiger absetzten, darunter neuseeländische Einheiten. Sie umfasst auch die deutsch-italienische Besatzung und den Widerstand, an dessen Organisation der britische Archäologe John Pendlebury beteiligt war.
Die Ausstellung zeigt Uniformen, Waffen und persönliche Gegenstände, die Geschichten von Soldaten und Zivilisten aus dieser Zeit erzählen. Man kann hier sehen, wie Menschen während der Besatzung gelebt und überlebt haben.
Das Museum liegt im Zentrum von Heraklion, wenige Schritte vom Archäologischen Museum entfernt, sodass sich beide an einem Tag besuchen lassen. Es wird von der Stadt Heraklion betrieben und ist montags sowie an Feiertagen geschlossen; die Öffnungszeiten wechseln je nach Saison, daher vorher prüfen. Für die Räume zu 1941–1945 etwa eine Stunde einplanen.
Das Museum bewahrt Briefe, Tagebücher und Aussagen von lokalen Bewohnern auf, die in unterirdischen Widerstandsnetzwerken während der Besatzung tätig waren. Diese persönlichen Dokumente bieten seltene Einblicke in das Alltagsleben und den Mut von gewöhnlichen Menschen unter extremen Umständen.
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