Le Mont-Saint-Michel, Mittelalterliche Abtei auf Gezeiteninsel in der Normandie, Frankreich
Le Mont-Saint-Michel ist eine mittelalterliche Abtei auf einer Felseninsel in der Normandie, die bei Hochwasser vollständig vom Meer umgeben ist. Die Insel erhebt sich steil aus der Bucht, mit einem Dorf am Fuß und der Abtei an der Spitze, und schmale Gassen schlängeln sich bergauf zwischen Steinmauern und alten Häusern.
Ein Bischof aus Avranches ließ im 8. Jahrhundert eine Kapelle errichten, nachdem er im Traum eine Erscheinung des Erzengels Michael gesehen hatte. Die Benediktiner bauten die Anlage später zu einer Festung aus und fügten gotische Klostergebäude hinzu, die über Jahrhunderte erweitert wurden.
Der Weg durch das Dorf führt an Fachwerkhäusern und kleinen Gästezimmern vorbei, wo Wirte ihre Tische in enge Gassen stellen und regionale Gerichte servieren. Pilger legen noch immer die letzten Meter zu Fuß zurück und steigen die steilen Treppen bis zur Abteikirche hinauf, wie es seit Jahrhunderten üblich ist.
Wer hierher kommt, sollte die Gezeitenzeiten kennen, denn der Wasserstand in der Bucht kann sich innerhalb weniger Stunden stark verändern. Die engen Gassen und steilen Treppen machen den Aufstieg anstrengend, vor allem an Tagen mit vielen Besuchern.
Das Meer zieht sich manchmal so weit zurück, dass der Sand bis zum Horizont reicht, aber die Flut kann den Zugang in weniger als einer Stunde komplett abschneiden. Nur etwa 30 Menschen wohnen dauerhaft auf der Insel, obwohl Millionen von Gästen jedes Jahr zu Besuch kommen.
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