Aile Lescot, Renaissanceflügel im Louvre-Palast, Frankreich
Der Lescot-Flügel ist ein Renaissancegebäude des Louvre mit zwei Hauptgeschossen und einem Dachgeschoss, dessen klassische Steinfassade mit detaillierten Flachreliefs verziert ist. Die Struktur verbindet mehrere Ausstellungsbereiche und ermöglicht es Besuchern, französische Kunstsammlungen verschiedener Epochen zu erkunden.
Pierre Lescot entwarf diesen Abschnitt zwischen 1546 und 1551 unter König Franz I. und schuf die erste Renaissanceergänzung, die die mittelalterlichen Befestigungen des Louvre ersetzte. Diese Umgestaltung markierte den Beginn der Transformation des Palastes von einer Festung zu einem königlichen Schloss.
Der Saal der Karyatiden beherbergt vier monumentale Steinfiguren von Jean Goujon, die eine Musikergalerie tragen und die Meisterschaft der französischen Renaissance-Bildhauerei zeigen. Diese weiblichen Statuen sind ein Beispiel für die künstlerische Entwicklung, die während dieser Zeit in Frankreich stattfand.
Der Flügel ist gut zugänglich und verbindet sich nahtlos mit anderen Bereichen des Museums, sodass Besucher verschiedene Sammlungen ohne zu viele Umwege erkunden können. Es ist hilfreich, sich Zeit zu nehmen, um die feingearbeiteten Fassadendetails von außen und von innen zu beobachten.
Dies ist der älteste bewusst erhaltene oberirdische Abschnitt des gesamten Louvre-Palastes und zeigt eine faszinierende Verschmelzung italienischer Manierismus-Einflüsse mit französischen Gestaltungstraditionen. Die Kombination aus importierten künstlerischen Konzepten und lokalem Handwerk macht diese Struktur zu einem seltenen Zeugnis des frühen kulturellen Austauschs zwischen Italien und Frankreich.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.