Biskaya, Atlantischer Meeresbucht zwischen Westfrankreich und Nordspanien
Der Golf von Biskaya erstreckt sich entlang der Atlantikküste von der Bretagne bis nach Nordspanien und bildet eine weite Meeresbucht mit tiefen Unterwasserschluchten. Das Wasser reicht von flachen Küstenabschnitten bis zu Tiefseezonen, die über 4.700 Meter abfallen.
Römische Seefahrer kannten diese Gewässer bereits im ersten Jahrhundert vor Christus und nannten sie nach den Kantabriern, die an der Südküste lebten. Die Route wurde später für Handel zwischen Nordeuropa und dem Mittelmeer wichtig.
Der Golf liefert Sardellen, Seehecht und andere Fischarten, die in den Küchen von Aquitanien bis zum Baskenland täglich auf den Tisch kommen. Fischer aus kleinen Häfen bringen ihren Fang morgens an Land, wo er direkt auf den Märkten verkauft wird.
Die See bringt im Winter oft kräftige Stürme mit hohen Wellen, daher sollten Küstenbesucher die Wettervorhersagen beachten. Die ruhigeren Monate liegen meist zwischen Mai und September, wenn das Wasser weniger bewegt ist.
Die Unterwasserschluchten am Kontinentalhang gehören zu den tiefsten in Europa und ziehen Wale an, die hier auf Nahrungssuche gehen. Manche dieser Canyons sind breiter als terrestrische Täler und schaffen Lebensräume für seltene Tiefseearten.
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