Communauté de Taizé, Ökumenisches Kloster in Saône-et-Loire, Frankreich
Taizé ist eine ökumenische Ordensgemeinschaft in Saône-et-Loire, Frankreich, in der etwa hundert Brüder aus katholischen und protestantischen Traditionen zusammenleben. Die Anlage umfasst die Versöhnungskirche, einfache Schlafsäle für Besucher und Gemeinschaftsräume, in denen sich Jugendliche aus der ganzen Welt zu Gebet, Bibelgesprächen und gemeinsamer Arbeit treffen.
Frère Roger gründete die Gemeinschaft 1940 in einem kleinen Bauernhaus, um Flüchtlingen während des Zweiten Weltkriegs Unterschlupf zu bieten. Im Jahr 1962 wurde die Versöhnungskirche von deutschen Jugendlichen als Zeichen des Friedens nach dem Krieg errichtet.
Die Communauté de Taizé organisiert dreimal täglich Gebete in der Versöhnungskirche, bei denen Besucher auf dem Boden sitzen und einfachen Gesängen in vielen Sprachen lauschen. Nach jedem Gebet bleiben junge Menschen aus allen Kontinenten oft noch im Halbdunkel der Kirche, um in Stille zu verweilen oder leise miteinander zu sprechen.
Junge Erwachsene zwischen 17 und 35 Jahren können an wöchentlichen Treffen das ganze Jahr über teilnehmen und erhalten einfache Unterkünfte in Schlafsälen. Es empfiehlt sich, warme Kleidung und eine Taschenlampe mitzubringen, da die Wege abends unbeleuchtet sind und die Unterkünfte schlicht gehalten werden.
Die Gesänge aus Taizé werden heute in Kirchen und Gemeinden auf der ganzen Welt gesungen und haben sich weit über die Hügel Burgunds hinaus verbreitet. Die Melodien sind bewusst einfach gehalten, damit Besucher sie nach wenigen Wiederholungen mitsingen können, ohne Noten lesen zu müssen.
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