Chambéry, Präfekturstadt in Savoyen, Frankreich
Chambéry liegt im Tal zwischen den Bauges und der Chartreuse, wo Alpenpässe und Bahnlinien von Lyon zu den Wintersportorten und nach Italien verlaufen. Die Stadt breitet sich von den mittelalterlichen Gassen rund um das Schloss bis zu den Wohnvierteln und Gewerbegebieten aus, die sich entlang der Hauptstraßen nach Aix-les-Bains und Grenoble erstrecken.
Ab dem 13. Jahrhundert regierten die Grafen von Savoyen von hier aus ihre Ländereien, bis sie 1563 ihre Hauptstadt nach Turin verlegten. Nach einem Volksentscheid im Jahr 1860 wurde die Region zusammen mit Savoyen an Frankreich angeschlossen.
Der Name kommt vom lateinischen Camberiācum und bezieht sich auf einen gallorömischen Grundbesitzer, dessen Hof hier stand. Die Altstadt zeigt enge Gassen mit Arkadengängen, wo Marktstände Käse und Wurstwaren aus den umliegenden Bergen anbieten und Cafés mit Terrassen das Straßenbild prägen.
Der Bahnhof Chambéry-Challes-les-Eaux verbindet die Stadt mit Hochgeschwindigkeitszügen nach Paris und Turin, was die Anreise erleichtert. Die Altstadt lässt sich zu Fuß erkunden, während Busse zu den Vororten und umliegenden Dörfern fahren.
Die Fontaine des Éléphants aus dem Jahr 1838 zeigt vier Elefantenskulpturen, die an die Militärlaufbahn des Generals Benoît de Boigne in Indien erinnern. In der Kathedrale Saint-François-de-Sales schmücken rund 6000 m² Trompe-l'œil-Malerei die Wände und Decken, wodurch sie zur größten Sammlung dieser Art in Europa wird.
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