Auxerre, Mittelalterlicher Stadtkomplex in Burgund, Frankreich
Auxerre ist eine Stadt im Departement Yonne in der Region Burgund, wo die Kathedrale Saint-Étienne drei skulptierte Portale, eine Rosette und einen Turm an der nordwestlichen Ecke besitzt. Die Abteikirche Saint-Germain beherbergt unterhalb ihrer Böden karolingische Krypten mit religiösen Wandmalereien, während entlang der Yonne historische Fachwerkhäuser und Steingebäude das Stadtbild prägen.
Die Siedlung entstand als römische Provinzhauptstadt namens Autissiodorum und wurde im 3. Jahrhundert zu einem kirchlichen Zentrum mit Bischofssitz. Während des Mittelalters entwickelte sich die Stadt zu einem bedeutenden religiösen und kommerziellen Knotenpunkt im Tal der Yonne.
Die Krypten unter der Abteikirche Saint-Germain stammen aus dem 9. Jahrhundert und bewahren Wandmalereien aus der karolingischen Zeit. Besucher können heute die ältesten religiösen Fresken Frankreichs in den unterirdischen Räumen betrachten, wo einst Bischöfe von Auxerre begraben wurden.
Besucher können die mittelalterlichen Viertel zu Fuß erkunden, wobei die wichtigsten Sehenswürdigkeiten innerhalb des historischen Zentrums liegen. Die Krypten unter Saint-Germain erfordern das Hinabsteigen steiler Treppen, was für Menschen mit eingeschränkter Mobilität schwierig sein kann.
Archäologische Ausgrabungen im Jahr 2024 legten einen römischen Friedhof mit 250 Säuglingsbestattungen frei, der Einblick in antike Bestattungspraktiken gibt. Die Entdeckung ereignete sich während städtebaulicher Arbeiten und erweiterte das Wissen über das römische Leben in Autissiodorum erheblich.
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