Saint-Pierre und Miquelon, Französischer Archipel im Nordatlantischen Ozean, Kanada.
Saint-Pierre und Miquelon ist ein französisches Überseegebiet im Nordatlantik, südlich von Neufundland in Kanada gelegen. Die beiden Hauptinseln, Saint-Pierre und Miquelon-Langlade, liegen etwa 25 Kilometer voneinander entfernt, wobei Miquelon durch einen schmalen Sandstreifen mit Langlade verbunden ist.
Die ersten dauerhaften französischen Siedlungen entstanden Mitte des 17. Jahrhunderts, als Fischer aus der Bretagne und der Normandie ankamen. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte das Gebiet mehrmals zwischen französischer und britischer Kontrolle, bevor es endgültig bei Frankreich verblieb.
Die Bewohner pflegen bretonische und normannische Bräuche, die man bei lokalen Festen und im Alltag beobachten kann. Fischer arbeiten weiterhin mit traditionellen Methoden, und auf den Straßen hört man hauptsächlich französische Gespräche mit regionalem Akzent.
Besucher aus Nordamerika müssen trotz der Nähe zu Kanada einen Reisepass vorlegen, da das Gebiet unter französischer Verwaltung steht. Das Wetter ist oft neblig und kühl, daher sollte man warme Kleidung mitbringen, auch im Sommer.
In den Jahren zwischen 1920 und 1933 diente das Gebiet als wichtiger Umschlagplatz für französischen Wein und Spirituosen, die in die USA geschmuggelt wurden. Bis heute erinnern alte Lagerhäuser an diese Zeit, als Hunderte Schiffe monatlich die Häfen anliefen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.