Montagne Pelée, Aktiver Schichtvulkan im Norden von Martinique, Frankreich
Die Montagne Pelée erhebt sich auf 1397 Meter über dem Meeresspiegel und bildet mit ihrem Kegel aus verhärtetem Lavagestein und Ascheschichten die höchste Erhebung Martiniques. Der Gipfel zeigt kahle Hänge mit Fumarolen, während die unteren Bereiche von dichtem Regenwald bedeckt sind, der in schmale Wanderwege übergeht.
Die Eruption vom 8. Mai 1902 zerstörte Saint-Pierre innerhalb weniger Minuten durch eine pyroklastische Wolke aus heißem Gas und Asche. Nach dieser Katastrophe blieb der Vulkan bis zu erneuten Ausbrüchen zwischen 1929 und 1932 weitgehend ruhig, die zur Bildung eines neuen Lavadoms im Krater führten.
Der Name leitet sich vom griechischen Wort für kahlen Berg ab und beschreibt treffend die spärliche Vegetation nahe dem Gipfel. Wanderer begegnen auf den Pfaden oft einheimischen Führern, die Geschichten über die vulkanische Landschaft und ihre Bedeutung für die Insel erzählen.
Wanderer sollten vor einem Aufstieg den aktuellen Alarmstatus beim Vulkanobservatorium erfragen und sich auf wechselnde Wetterbedingungen mit Nebel und starkem Wind einstellen. Der Weg zum Gipfel beginnt meist in den frühen Morgenstunden, um die Mittagshitze zu vermeiden und die Aussicht zu genießen, bevor Wolken aufziehen.
Der Vulkan zählt zu den wenigen Stratovulkanen weltweit, die eine Stadt vollständig durch eine pyroklastische Strömung zerstört haben. Die Ruinen von Saint-Pierre am Fuß des Berges erinnern noch heute an die Geschwindigkeit und Kraft dieser Naturgewalt, die in Sekunden über die Straßen fegte.
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