Dieppe, Küstengemeinde in Seine-Maritime, Frankreich
Dieppe ist eine Gemeinde an der Alabasterküste in der Normandie, die sich entlang der Klippen und Kieselstrände erstreckt. Die Stadt verteilt sich vom Hafenbecken bis zu den Anhöhen, wo enge Gassen zwischen Fachwerkhäusern und Backsteinfassaden verlaufen.
Wikinger gründeten hier im 9. Jahrhundert eine Siedlung, die später zu einem wichtigen Hafen für den Handel mit England wurde. Im Zweiten Weltkrieg erlebte die Stadt eine verlustreiche alliierte Landungsoperation im August 1942.
Der Name kommt vermutlich vom altenglischen Wort "deep" und verweist auf das tiefe Wasser vor der Küste. Fischer bringen ihren Fang noch immer direkt zum Markt am Hafen, wo Einheimische morgens frische Jakobsmuscheln und Seezunge kaufen.
Die Innenstadt lässt sich gut zu Fuß erkunden, während der Aufstieg zur Burg auf dem Hügel etwas Kondition erfordert. Die Fähren nach England fahren mehrmals täglich und verkehren das ganze Jahr über.
Im 16. Jahrhundert entstanden hier Seekarten, die Seefahrer bei der Entdeckung neuer Handelsrouten verwendeten. Die Stadt galt damals als führendes Zentrum für Kartografie in Europa.
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