Île-d'Aix, Befestigte Inselgemeinde in Charente-Maritime, Frankreich
Diese Gemeinde liegt auf einer kleinen Insel zwischen Oléron und dem Festland nahe der Charente-Mündung und misst etwa drei Kilometer von Nord nach Süd bei knapp einem Kilometer Breite. Der Großteil der Bauten konzentriert sich um den Hafen, während Festungsanlagen den Rand der Insel säumen und Wege durch Wiesen und niedrigen Bewuchs führen.
Festungsbauten entstanden im 17. Jahrhundert unter Vauban, der die strategische Lage an der Atlantikküste nutzte. Napoleon verbrachte hier im Juli 1815 seine letzten Tage auf französischem Boden, bevor er sich britischen Schiffen ergab und nach Sankt Helena gebracht wurde.
Die Architektur der Häuser zeigt das typische atlantische Gesicht: weißer Putz und pastellfarbene Fensterläden geben den Straßen einen freundlichen Ton. Heute führen Austernzüchter ihre Arbeit in flachen Becken fort, die bei Ebbe freigelegt werden und einen Teil der lokalen Tradition sichtbar machen.
Der Zugang erfolgt ausschließlich per Schiff vom Festland aus, wobei Fähren ganzjährig mehrmals täglich verkehren. Fahrzeuge mit Motor sind nicht zugelassen, weshalb alle Strecken zu Fuß oder per Fahrrad zurückgelegt werden.
Fort Liédot auf der Südspitze diente bis 1960 als Gefängnis und hielt in den späten 1950er-Jahren den algerischen Politiker Ahmed Ben Bella fest. Die Zellen sind heute zugänglich und zeigen die spartanische Einrichtung jener Zeit.
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