Charente-Maritime, Département in westlichen Nouvelle-Aquitaine, Frankreich
Charente-Maritime ist ein Departement an der französischen Atlantikküste in der Region Nouvelle-Aquitaine, das sich über sandige Strände, Kiefernwälder und flache Marschlandschaften erstreckt. Die Küste umfasst zwei große Inseln, mehrere kleinere und Hafenstädte wie La Rochelle und Rochefort, während das Inland von Weinbergen, Sonnenblumenfeldern und romanischen Kirchen geprägt ist.
Die Verwaltungseinheit entstand 1790 während der Französischen Revolution, als die neuen Départements die alten Provinzen ersetzten. Napoleon verlegte 1810 die Hauptstadt von Saintes nach La Rochelle, um die Rolle des Hafens in Handel und Militär zu stärken.
Die regionale Küche zeigt sich in den kleinen Häfen, wo Fischer ihren Fang verkaufen und Restaurants täglich frische Austern und Muscheln zubereiten. In den Dörfern des Hinterlands öffnen einige Brennereien ihre Türen, damit Besucher die Reifung des Weinbrands in alten Kellern sehen können.
Wer die Gegend erkunden möchte, findet markierte Radwege, die Küstenorte mit Dörfern im Inland verbinden und durch Naturschutzgebiete sowie Weinanbaugebiete führen. An der Küste sind Strände im Sommer belebt, während das Hinterland das ganze Jahr über ruhiger bleibt.
Das Gebiet ist in fünf Arrondissements unterteilt – La Rochelle, Rochefort, Saintes, Saint-Jean-d'Angély und Jonzac –, die jeweils eigene Baustile zeigen, von Hafenarchitektur bis zu Landhäusern aus hellem Kalkstein. Diese Unterteilung prägt noch heute die örtliche Identität und die Art, wie Einheimische ihre Herkunft beschreiben.
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