Nouvelle-Aquitaine, Verwaltungsregion im Südwesten Frankreichs
Nouvelle-Aquitaine ist eine Verwaltungsregion im Südwesten Frankreichs, die von der spanischen Grenze bis zum Loiretal reicht und zwölf Departements mit unterschiedlichen Landschaften umfasst. Die Region erstreckt sich vom Atlantik im Westen bis zum Zentralmassiv im Osten und verbindet Küstenstreifen, Flachland, Weinberge und Gebirgszüge in einem einzigen administrativen Gebiet.
Die Region entstand am 1. Januar 2016 durch den Zusammenschluss dreier ehemaliger Regionen: Aquitanien, Poitou-Charentes und Limousin. Diese Neuordnung war Teil einer landesweiten Reform, die darauf abzielte, größere Verwaltungseinheiten zu schaffen und die regionale Verwaltung zu vereinfachen.
Die Departements pflegen eigene Bräuche, von baskischen Festen in den Pyrénées-Atlantiques über Austernmärkte an der Küste bis zu Weinlesefeiern im Bordelais. Märkte unter Arkaden, Pelota-Spiele in den Bergen und Bootsanlegestellen an der Atlantikküste prägen den Alltag der Bevölkerung.
Hochgeschwindigkeitszüge verbinden Paris mit Bordeaux und von dort erreicht man die restlichen Departements per Regionalzug oder Bus. Die meisten größeren Städte liegen entlang der Atlantikküste oder in Flussnähe, während das Landesinnere aus kleineren Ortschaften besteht.
Das Gebiet liefert etwa ein Viertel der französischen Agrarprodukte, darunter Weine aus dem Bordelais, Cognac aus Charente, Walnüsse aus dem Périgord und Austern aus Marennes-Oléron. Einige Erzeugnisse sind mit geschützten Herkunftsbezeichnungen versehen, die seit Jahrzehnten den Anbau und die Verarbeitung nach traditionellen Methoden regeln.
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