Marais Poitevin, Naturmarschgebiet zwischen Atlantikküste und Niort, Frankreich
Das Marais Poitevin ist ein Sumpfgebiet im Westen Frankreichs zwischen der Atlantikküste und der Stadt Niort, durchzogen von einem dichten Netz aus Kanälen. Das Gelände gliedert sich in grüne Zonen mit engen Wasserstraßen unter Eschenalleen und weite trockene Ebenen mit Weiden und Feldern.
Mönchsgemeinschaften begannen im 12. Jahrhundert mit der Trockenlegung des Feuchtgebiets, indem sie Gräben und Kanäle anlegten, um Land für Anbau zu gewinnen. Später erweiterten Bauern und Ingenieure das System mit Deichen und Schleusen, die das Wasser zwischen Sumpf und Meer regulierten.
Die Bootsstege aus altem Holz stehen in kleinen Dörfern am Rand des grünen Sumpfes, wo Nachbarn in flachen Kähnen zu Besuch fahren statt zu Fuß zu gehen. In manchen Höfen wachsen Engelwurzpflanzen in Reihen entlang der Kanäle, deren Wurzeln nach der Ernte kandiert werden.
Mehrere Bootsverleihstellen in kleinen Ortschaften entlang der Wasserwege vermieten flache Kähne für Fahrten durch die grüne Sumpfzone, wo Wasserstraßen unter Baumkronen verlaufen. Die meisten Routen sind auch vom Uferweg aus zu erkunden, wobei festes Schuhwerk wegen des weichen Bodens empfohlen wird.
Manche Kanäle liegen so tief unter den Baumkronen, dass man im Boot in einem grünen Tunnel fährt, wo das Sonnenlicht nur in schmalen Streifen durch die Blätter dringt. An ruhigen Tagen spiegeln sich die Äste im stillen Wasser so klar, dass man kaum sieht, wo der Baum aufhört und sein Spiegelbild beginnt.
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