Höhle von Lascaux, Prähistorisches Höhlensystem in Montignac-Lascaux, Frankreich.
Lascaux ist ein prähistorisches Höhlensystem in Montignac-Lascaux, Frankreich, das für seine Felsmalereien aus der jüngeren Altsteinzeit bekannt ist. Die Wandflächen zeigen über 600 gemalte Figuren großer Tiere wie Pferde, Stiere und Hirsche, die mit Mineralpigmenten in verschiedenen Erdtönen ausgeführt wurden.
Vier Jugendliche und ihr Hund entdeckten die Höhle im September 1940, als sie einem Durchgang folgten, der sich unter einem umgestürzten Baum öffnete. Die Fundstelle wurde 1948 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, musste aber 1963 geschlossen werden, weil Besucherströme das Mikroklima veränderten und die Malereien schädigten.
Das Interesse an prähistorischer Höhlenkunst hat in Frankreich eine lange Tradition, und dieser Ort steht im Zentrum dessen, was Besucher über frühe menschliche Kreativität lernen möchten. Die Nachbildung im Internationalen Zentrum für Höhlenkunst zeigt, wie wichtig es der Region ist, das Erbe zu bewahren und gleichzeitig die Fundstelle selbst zu schützen.
Der Besuch findet in einer Nachbildung statt, die im Internationalen Zentrum für Höhlenkunst Lascaux IV gezeigt wird, etwa einen Kilometer vom Originalfundort entfernt. Das Zentrum bietet geführte Rundgänge an, und es empfiehlt sich, früh am Tag zu kommen, um Wartezeiten zu vermeiden.
Die gesamte Anlage umfasst fast 6000 Einzelfiguren, die über mehrere Kammern verteilt sind, darunter der Saal der Stiere mit vier schwarzen Stieren, die jeweils mehr als fünf Meter lang sind. Manche Wände enthalten überlagerte Bilder aus unterschiedlichen Perioden, was darauf hindeutet, dass der Ort über Jahrhunderte hinweg genutzt wurde.
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