Cité von Carcassonne, Mittelalterliche Festung in Carcassonne, Frankreich
Die Cité de Carcassonne ist eine ummauerte mittelalterliche Stadt auf einem Hügel über dem Fluss Aude im Süden Frankreichs. Zwei konzentrische Steinmauern umschließen ein Labyrinth aus gepflasterten Gassen, eine romanische Basilika und das zentrale Grafenschloss mit seinen eigenen Verteidigungsanlagen und einem rechteckigen Innenhof.
Römische Besatzer errichteten hier im ersten Jahrhundert nach Christus die ersten Befestigungen, die später von westgotischen Herrschern erweitert wurden. Im 13. Jahrhundert bauten französische Könige nach der Eroberung der Region die äußere Ringmauer und verstärkten die inneren Verteidigungsanlagen erheblich.
Der Name stammt aus der vorrömischen Zeit und hat sich über Jahrhunderte in verschiedenen Sprachen verändert, bevor die heutige Form entstand. Die äußere Ringmauer bildet heute eine Art Dorfstraße, wo Besucher zwischen Geschäften und Wohnhäusern gehen und die Steinbögen über ihren Köpfen sehen können.
Der Eingang liegt auf der Westseite der Anlage, und Besucher können entlang der Wehrmauern und durch die Gassen ohne Führung spazieren. Die Wege zwischen den beiden Mauerringen sind meist unbefestigt und können bei Regen rutschig werden, daher sind feste Schuhe empfehlenswert.
Während der Restaurierungsarbeiten im 19. Jahrhundert fügte der Architekt Eugène Viollet-le-Duc den Türmen spitze Schieferdächer hinzu, obwohl die mittelalterlichen Türme flache Dächer hatten. Die heute sichtbare Silhouette mit ihren charakteristischen Dächern entspricht also eher einer romantischen Vorstellung des Mittelalters als der ursprünglichen Bauweise.
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