Carcassonne, Mittelalterliche Festungsstadt in Okzitanien, Frankreich
Carcassonne ist eine befestigte Stadt auf einem Hügel über dem Fluss Aude in Südfrankreich, umgeben von zwei Mauerringen mit 53 Türmen. Die Zitadelle erstreckt sich über mehrere Hektar und umfasst enge Gassen, Steingebäude und einen inneren Schlossbereich mit Zugbrücke und Bergfried.
Römer gründeten im 1. Jahrhundert v. Chr. eine Siedlung auf dem Hügel, die später zu einem wichtigen Stützpunkt zwischen Atlantik und Mittelmeer wurde. Im 13. Jahrhundert verstärkten französische Könige die Befestigungen nach der Eroberung der Region während des Albigenserkreuzzugs.
Die Basilika Saint-Nazaire vereint romanische und gotische Bauweise und zeigt Glasfenster aus dem 13. und 14. Jahrhundert in ihren Steinmauern. Besucher bemerken die Mischung liturgischer Traditionen, da der Bau über Jahrhunderte als Kathedrale und später als einfache Pfarrkirche diente.
Die Festung gliedert sich in zwei Bereiche: die mittelalterliche Cité auf dem Hügel und die moderne Unterstadt mit Hotels, Restaurants und Verkehrsanbindungen. Besucher erreichen die Altstadt über steile Gehwege oder einen kleineren Shuttlebus, der vom unteren Parkplatz abfährt.
Der Architekt Eugène Viollet-le-Duc führte von 1853 bis 1879 umfassende Restaurierungsarbeiten an der verfallenden Festung durch. Seine Arbeit fügte den Türmen die charakteristischen spitzen Schieferdächer hinzu, obwohl Historiker heute glauben, dass die ursprünglichen mittelalterlichen Dächer flacher und einfacher waren.
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