U-Boot-Bunker La Rochelle, U-Boot-Bunker in La Pallice, Frankreich
Die Bunkeranlage in La Pallice ist ein Hafen für U-Boote aus Stahlbeton, der während des Zweiten Weltkriegs errichtet wurde. Der Komplex erstreckt sich über beinahe 200 Meter Länge und 165 Meter Breite, mit Wänden aus armiertem Beton und einem gewaltigen Dach, das einst die Schiffe vor Luftangriffen schützen sollte.
Die Bauarbeiten begannen im Frühjahr 1941 unter deutscher Besatzung und nutzten Zwangsarbeiter des Service du Travail Obligatoire. Nach dem Krieg blieb die Anlage Teil des Hafengebiets und wird heute vom Großhafen La Rochelle verwaltet.
Die Anlage lieferte den Schauplatz für Szenen in deutschen und amerikanischen Kriegsfilmen aus den frühen 1980er Jahren. Heute steht sie als greifbares Zeugnis der Besatzungszeit und erinnert Besucher an die Rolle des Atlantikhafens im Zweiten Weltkrieg.
Das Gebäude liegt im Hafengebiet von La Pallice und ist normalerweise nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Gelegentlich öffnet der Hafen seine Tore während besonderer Veranstaltungen, sodass Besucher das Bauwerk aus der Nähe sehen können.
Im Inneren befanden sich Werkstätten und Schleusen, die es ermöglichten, U-Boote mit Kränen anzuheben und in entwässerten Kammern zu warten. Diese ausgeklügelte Technik erlaubte Reparaturen ohne Trockendock und beschleunigte den Turnus der Einsätze erheblich.
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