Grasse, Hügelgemeinde in Alpes-Maritimes, Frankreich
Grasse ist eine Kommune im Département Alpes-Maritimes in Südfrankreich, die sich über mehrere Hügel oberhalb der Côte d'Azur erstreckt. Die Altstadt besteht aus steilen Gassen, Treppen und kleinen Plätzen mit ockerfarbenen Häusern, die von Brunnen und schattenspendenden Bäumen unterbrochen werden.
Im Mittelalter entwickelte sich der Ort zu einem Zentrum der Lederverarbeitung, bevor Handwerker im 16. Jahrhundert begannen, Handschuhe mit Duftstoffen zu veredeln. Diese Verbindung von Handwerk und Duft führte dazu, dass sich die Parfümherstellung hier als eigenständige Industrie etablierte.
Das Internationale Parfümmuseum zeigt die Entwicklung der Duftproduktion anhand von Artefakten vom alten Ägypten bis zur modernen Industrie.
Drei Parfümhäuser im Ort bieten tägliche Führungen und Workshops an, bei denen Besucher Düfte selbst zusammenstellen können. Die Altstadt lässt sich am besten zu Fuß erkunden, wobei die steilen Wege festes Schuhwerk erfordern.
Auf den umliegenden Feldern werden jährlich mehrere Tonnen Jasmin von Hand geerntet, da die Blüten früh am Morgen gepflückt werden müssen, um ihr Aroma zu bewahren. Diese Erntearbeit folgt einem jahrhundertealten Rhythmus, der sich nach dem Öffnen der Blüten richtet.
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