Internationales Museum der Parfümerie, Parfümmuseum in Grasse, Frankreich
Das Musée international de la parfumerie ist ein Haus mit Sammlungen zu Duft und Parfüm, untergebracht in Grasse, einer Stadt bekannt für ihre Parfümindustrie. Hier finden sich antike Flaschen, alte Destillationsgeräte und botanische Objekte in mehreren Ausstellungsbereichen.
Das Museum wurde 1989 gegründet und zeigt die Geschichte der Parfümerie von der Antike bis zur modernen Produktion. Es dokumentiert, wie sich die Methoden und Techniken dieser handwerklichen Tradition über Jahrtausende verändert haben.
Die Gärten des Internationalen Museums der Parfümerie wurden 2003 angelegt, um Parfümpflanzen für das Pays de Grasse zu bewahren, und sind seit 2012 externer Bestandteil des Museums. Sie liegen rund 10 km entfernt in Mouans-Sartoux auf 2 bis 3 ha kalkhaltigem Boden mit einem kleinen Kanal und teilen sich in einen Duftgarten und ein Freilandgebiet mit heimischen Arten. La Bastide du Parfumeur, ein 2007 privat finanziertes Projekt, erinnert an die Tradition des Parfümpflanzenanbaus.
Das Museum erstreckt sich über fünf Gebäude, sieben Ebenen und Terrassen; jede Etage ist einer Epoche von der Antike bis zur Gegenwart gewidmet. Die Parfümgärten liegen nicht am Haus, sondern rund 10 km entfernt in Mouans-Sartoux und erfordern eine eigene Anfahrt. Im Norden begrenzt ein Wehrgang aus dem 14. Jahrhundert das Gelände; der Eingangspavillon ist die Fassade des 19. Jahrhunderts der ehemaligen Parfümerie Hugues Aîné.
Zu den Exponaten gehört eine Parfümorgel aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, ein schreibtischartiges Möbel, auf dem kleine Flakons halbkreisförmig auf Terrassen angeordnet sind. Die Sammlung umfasst außerdem ein Reise-Necessaire von Marie-Antoinette und eine Sammlung von Parfüm- und Kosmetiketiketten, die Gräfin Savigny de Moncorps 1931 stiftete.
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