Saint-Claude, Verwaltungszentrum in Jura, Frankreich
Saint-Claude ist eine Gemeinde im Département Jura im Osten Frankreichs, wo sich die Flüsse Bienne und Tacon treffen. Die Wälder und Berghänge umgeben die Stadt, die sich in einem engen Tal auf etwa 360 Metern Höhe befindet.
Mönche gründeten hier im 5. Jahrhundert ein Kloster, das zunächst Condat und später Saint-Oyand hieß. Im 12. Jahrhundert erhielt der Ort seinen heutigen Namen nach einem Abt, dessen Grab Pilger anzog.
Die Stadt entwickelte im 19. Jahrhundert eine starke Expertise in der Pfeifenherstellung, wobei Handwerker Holzpfeifen produzierten, die in ganz Frankreich Anerkennung fanden.
Die Straßen folgen dem Verlauf der beiden Flüsse durch die Stadt, sodass man sich leicht orientieren kann. Fußgänger erreichen die meisten Einrichtungen im Zentrum ohne große Schwierigkeiten.
Während des Zweiten Weltkriegs halfen Bewohner jüdischen Flüchtlingen bei der Flucht in die Schweiz, die nur wenige Kilometer entfernt liegt. Deutsche Truppen erschossen daraufhin mehrere Männer der Stadt im Jahr 1944.
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