Annemasse, Verwaltungszentrum nahe Genf, Frankreich
Annemasse ist ein Verwaltungszentrum im Département Haute-Savoie nahe der Schweizer Grenze, das sich über beide Seiten eines Tals erstreckt. Die Straßen verbinden alte Wohnviertel mit modernen Geschäftsfassaden und öffentlichen Plätzen.
Die römische Siedlung Namascae entwickelte sich über Jahrhunderte zu einem Dorf mit Landwirtschaft und kleinem Markt. Der Aufstieg zur Stadt begann erst nach dem Anschluss von Savoyen an Frankreich in der Mitte des 19. Jahrhunderts.
Der Name leitet sich vom römischen Namascae ab und verweist auf die lange Besiedlung an der Grenze zwischen zwei Ländern. Heute prägen Pendler aus der Schweiz und Frankreich das Stadtbild, das zwischen französischer Lebensart und internationaler Anbindung steht.
Die Straßenbahnlinie 12 verbindet die Stadt mit Genf und fährt bis zur Grenze bei Moillesulaz. Busse und Regionalzüge ergänzen das Netz für Pendler und Besucher, die zwischen beiden Ländern unterwegs sind.
Ein Denkmal für Michael Servetus vor dem Rathaus erinnert an den Arzt und Theologen, der in Genf auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Viele Einwohner von Genf kommen hierher zum Einkaufen, da Lebensmittel und Waren oft günstiger als jenseits der Grenze sind.
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